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Vanja Dujc

Vanja Dujc

Vanja Dujc, mehrfacher Testsieger beim FEINSCHMECKER Olivenöltest, wurde schon als "Professor", "Olivenöl-Guru" und "Olivenöl-Flüsterer" bezeichtnet. Er gilt als Autodidakt und als bester Ölmacher in Osteuropa. Sein Olivenöl ist außerordentlich begehrt und genießt weltweite Anerkennung.

Dabei betrieb er den Olivenanbau zunächst nur als Hobby, nachdem die wirtschaftliche Lage im damaligen Jugoslawien den gelernten Ingenieur auf die Idee brachte, als "eiserne Reserve" ein Olivenfeld anzupflanzen - damals ohne jeglichen Bezug zu Olivenanbau, Olvien und Olivenöl zu haben. Was 1984 mit den ersten Bäumchen begann, und aller Unkenntnis sowie allen Widrigkeiten zum Trotz, fand das Thema langsam auch Gefallen innerhalb der Familie, die anfangs Vanjas Hobby belächelte, und ist bis heute auf einen Baumbestand von 2000 angewachsen. Seit dem Jahr 2000 widmet sich Vanja nun ausschließlich dem Olivenöl, da er gänzlich auf den Geschmack gekommen war. Sein erklärtes Ziel: die Herstellung von weltweit anerkanntem Olivenöl. Sein Gedanke: „Mir war bald klar, dass es nicht allzu schwer ist, einigermaßen gutes Öl zu machen - es musste also anders sein.“ Was genau das "Andere" seines Öls ausmacht, kann er selbst noch nicht einmal sagen. Aber man müsse stur und penibel sein - kompromisslos. Für ihn gilt ein Gesetz von mindestens 15 Arbeitschritten, die - vom Hain bis zu Mühle - absolut fehlerfrei ablaufen müssen. Auch folgt er nicht immer der Tradition, denn was immer schon gemacht wurde, muss nicht unbedingt gut sein, so Vanja.

Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten. Bereits 2003 erhielt sein Olivenöl eine Auszeichnung auf der Olivenölmesse SOL in Verona - der erste wichtige Preis, dem weitere Auszeichnungen und Medaillen folgen sollten: bei der Country Fair in Los Angeles, bei den Maestri Oleari, und nicht zuletzt zum wiederholten mal beim Olio Award, dem Olivenöltest des FEINSCHMECKER.

Zusammen mit mit seinem Sohn Luka, werden kontinuierlich neue Ideen entwickelt und auch die Produktauswahl erweitert. Wenn es mal eng wird, helfen Tochter Lena und Schwiegersohn Robi tatkräftig mit, und auch die anderen Familienmitglieder unterstützen den Betrieb, wenn ihre Zeit dies zulässt.

Über der slowenischen Küstenstadt Portorož liegt Vanjas Olivenhain südöstlich auf den Hängen von Mala Seva. An klaren Tagen kann man von hier Triest und sein Hinterland sehen. Die Olivenbäume, die zwischen 8 und 21 Jahren alt sind, verteilen sich terrassenförmig auf einer Fläche von 3,5 Hektar. Hier wird schonender und naturfreundlicher Anbau praktiziert und es herrschen beste Bedingungen: angefangen bei der landwirtschaftlich günstigen Lage und der Qualtität des Bodens bis hin zu einem reinen und windigen Klima. Vanja setzt auf Sortenvielfalt und auf autochtone Sorten des slowenischen Teils von Istrien. Hauptsächlich baut er Istrska Belica, Leccino, Maurino und Itrana an, aber auch Pendolino, Leccio, Leccio di corno, Frantoio, Moraiolo, Piranska Buga und Piranska Žižola. Es gibt auch Tafelsorten wie Ascolana Tenera, Santa Caterina und Piranska Šorta.

Die Erfahrung haben Vanja und sein Sohn über die Jahre hin gesammelt, ihr Wissen haben sie durch die Zusammenarbeit mit anerkannten Fachleuten im Bereich des Olivenanbaus und durch verschiedene Fachseminare - unter anderem auch in Italien - kontinuierlich erweitert.

Neben dem Anspruch der Spitzenqualität ihrer Produkte, wurde von Beginn an auf naturfreundliche Techniken und Vorgehensweisen bei der Arbeit im Olivenhain geachtet, so dass eine "Zertifizierung für integrierte Produktion" und das "Zertifikat Olivenöl mit geographischer Herkunft aus Slowenisch-Istrien" vorliegen.


Bei der Ernte ist Dujc selbstverständlich mit dabei. Mit einem kleinen Rechen werden die Oliven vorsichtig von den Zweigen gelöst, feinmaschige Netze liegen auf dem Boden aus. So fallen die Früchte weich. Ein kleiner Traktor wartet darauf, dass er mit Kisten befüllt wird. Die Öliven werden - natürlich unterstützt von den heutigen modernen Technikstandards - mit einem wiederholenden Verfahren des Kaltpressens bei Temperaturen bis zu 27°C verarbeitet. Gerade einmal 15% der gesamten Ernte ergibt das köstliche Spitzenöl. Die rund 2000 Liter der jährlichen Produktion sind im Nu verkauft - weltweit.

Das Öl zeichnet sich durch einen harmonischen fruchtigen Duft und Geschmack aus, besitzt eine angenehme Bitterkeit mit einem pikanten Geschmack mittlerer Intensität. Es zeichnet sich zudem durch niedrige Werte bei den freien Fettsäuren sowie Peroxid und einem vergleichsweise hohen Gehalt an Biophenolen aus. Die Qualität des Olivenöls wird im Labor für chemische Analysen LABS in Izola geprüft, das international akkreditiert ist für Olivenölanalysen.

Das Engagement der Famile reicht aber weit über das eigene Unternehmen hinaus: sie sind Gründer des Olivenbauer-Vereins Šorta, der sich unter anderem für den Schutz der geographischen Herkunft der Olivenöle aus Slowenisch-Istrien einsetzt, sowie der Olivenbaugenossenschaft Oleum Nostrum (Zusammenarbeit der Landschaften Korsika, Palermo, Rieti, Slowenisch-Istrien). Sie gründeten auch EX OLEE, einen internationalen Verein von Erzeugern des Nativen Olivenöl Extra. Darüber hinaus sind sie Mitglied von DOSI, dem Olivenbauer-Verein Slowenisch-Istrien.


Weitere Projekte, an denen sie beteiligt sind, sind zum Beispiel "Interreg Sigma", eine Zusammenarbeit der Landwirtschaftshochschule Santa Anna in Pisa und der Universität von Primorska in Koper.

Herstelleradresse:
'Vanja' - pridelovanje oljk in oljčnega olja
Vanja Dujc
Dolga reber 4 SI-6000 Koper - Capodistria
Slowenien

 

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